Die Betriebskosten eines Elektrolyseurs werden wesentlich durch die Strombezugskosten bestimmt. Diese bestehen aus den Gestehungskosten für die eigentliche Commodity und den staatlich induzierten Preisbestandteilen (SIP):

  • EEG-Umlage
  • Stromsteuer
  • Netznutzungsentgelte
  • KWKG-Umlage
  • Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV
  • Offshore-Netzumlage
  • Umlage für abschaltbaren Lasten
  • Konzessionsabgabe.

Die Wirtschaftlichkeit der Herstellung von H2 per Elektrolyse kann also ganz erheblich z.B. von der zu zahlenden EEG-Umlage abhängen. Einige der vorgenannten Kosten lassen sich bereits dadurch vermeiden, dass der Strom nicht aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen wird. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber zahlreiche Ausnahme-Tatbestände geschaffen, mit denen sich weitere SIP reduzieren oder ganz eliminieren lassen.

So lassen zwei Vorschriften im Stromsteuergesetz und Energiewirtschaftsgesetz die Stromsteuer und Arbeits- und Leistungskomponenten der Netzentgelte für den im Elektrolyseur eingesetzten Strom zumindest vorläufig vollständig entfallen. Für die KWKG-Umlage und EEG-Umlage gelten spezifische Privilegien, die als Anschubfinanzierung bis hin zur völligen Befreiung gehen können.

Die Befreiungstatbestände im EEG betreffen die folgenden Fallgruppen:

  • Speicher mit Rückverstromung
  • Eigenversorgung
  • stromintensive Unternehmen
  • Stand-Alone-Elektrolyseure
  • Herstellung grünen Wasserstoffs

Die Erfüllung der Befreiungstatbestände insbesondere bezüglich der EEG-Umlage sollten keinesfalls dem Zufall oder den Umständen überlassen, sondern sorgfältig und gezielt angegangen werden. Hierfür stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.